Umweltbildung und Naturschutz aus einer Hand


Im Hamburger Nordosten an der Grenze zu Schleswig-Holstein befindet sich ein Hotspot der Artenvielfalt: das länderübergreifende Naturschutzgebiet Höltigbaum.

Diese einzigartige Vielfalt zu erhalten, zu schützen und zu pflegen oder in Teilen der natürlichen Entwicklung zu überlassen ist die Aufgabe der  Naturschutzstation „Haus der Wilden Weiden Höltigbaum“.

Der Schwerpunkt der Pflegearbeit liegt im Erhalt der "Halboffenen Weidelandschaft"  durch Rinder, Schafe und Ziegen. Begleitet und unterstützt wird die Naturschutzarbeit durch ein umfangreiches Umweltbildungsangebot, das „Naturwissen“ interessant und mit Spaß vermittelt. Im Mittelpunkt der Umweltbildung stehen die Kinder! Das spielerische Entdecken schafft ein Grundverständnis für die Natur und letztendlich für deren nachhaltigen Schutz.

Seit Januar 2013 hat die Stiftung die Trägerschaft für das „Haus der Wilden Weiden Höltigbaum“ übernommen. Damit sind jetzt Naturschutz und Umweltbildung unter einem Dach vereint. "Höltigbaum" ist damit das erste eigene Projekt der Stiftung.


Aktuelles:

Die Ausstellung ist eröffnet!
v.l.n.r. Staatssekretärin Schneider, Umweltsenator Kerstan,
NaNo-Vorsitzende Wilhelmy, Leiter Haus der
Wilden Weiden Hellwig
Es gibt viel Neues zu entdecken!

Seit der Einweihung des Haus der Wilden Weiden im Jahr 2008 lockte die interaktive Ausstellung bereits viele Besucher in die Wilden Weiden des Höltigbaum. Jetzt zeigt sich die Ausstellung nach einigen Umbauaktionen im frischen Gewand mit vielen neuen Entdeckungsmöglichkeiten.

Nach zwei Jahren Planungs- und Umsetzungszeit wurde die neue Ausstellung am 1. Juni 2017 feierlich eröffnet. Kuratorin Heike Kirchhoff hat dem Haus der Wilden Weiden ein neues und einladendes Gesicht gegeben.

Zur feierlichen Eröffnung waren auch Umweltsenator Jens Kerstan und Umweltstaatssekretärin Dr. Silke Schneider zugegen. „Die Umweltbildung ist eine der wichtigsten Säulen im Natur- und Umweltschutz, denn sie führt insbesondere künftige Generationen an die Natur und ihre Werte heran“, erinnerte Kerstan.

Dem stimmte Schneider zu und lobte auch die länderübergreifende Zusammenarbeit im Natur- und Umweltschutz auf dem Höltigbaum: „Aktuell ist in den Medien viel über den Begriff „Grenze“ zu hören. Oft im Zusammenhang mit der Sicherung oder gar des Aus- bzw. Neubaus von Grenzanlagen. Dabei geht es immer um Abschottung und Außenvorbleiben, nicht mitbezahlen müssen für Andere. Hier auf dem Höltigbaum und im Haus der Wilden Weiden ist das ganz anders. Hier geht es um Teilhabe, gemeinsame Verantwortung und Finanzierung, um Naturerlebnis für alle.“

Eine Verbindung von drinnen nach draußen zu schaffen, war ein zentrales Ziel der Ausstellung. Was der Besucher bei seinem Rundgang im Naturschutzgebiet sieht, soll er in der Ausstellung wieder finden. Großformatige Darstellungen zur Biologischen Vielfalt im Höltigbaum  sprechen die Emotionen des Betrachters an und machen dadurch Vielfalt erlebbar. Leichte bauliche Veränderungen sorgen für einen freien Blick von drinnen nach draußen in die halb offene Weidelandschaft.

Das Ausstellungskonzept ordnet die bestehenden Themen der Ausstellung, Wiese, Wald, Wasser, Beweidung und Geschichte, neu, und gibt eine klare, intuitive Besucherführung vor. Neue Ausstellungselemente ergänzen Bewährtes.

Die Beweidung mit Galloways und Schafen und ihre positiven Auswirkungen auf die Artenvielfalt und das Landschaftsbild sind Schwerpunktthema im Obergeschoss. Neu ist hier die Medieneinheit „Landschaften lesen“. Neben Informationen rund um die Arbeit des Landwirtes im Höltigbaum erfährt der Besucher bei der Gegenüberstellung von konventioneller Landwirtschaft und der Wirtschaft in der halb offenen Weidelandschaft sowohl die regionalen als auch globalen Auswirkungen auf Natur und Umwelt.

Der geschichtliche Teil wird unter Verwendung von Motiven des Niederländers Rien Poortvlie illustriert und durch eindrucksvolle Pfeil-Repliken der eiszeitlichen Rentierjäger aus dem Ahrensburger Tunneltal ergänzt.

Texttafeln an den Wänden informieren über das Wesentliche jedes Themas. Detaillierte Informationen erhält der Besucher am neuen „Thementisch“. Aus den Karteikarten wählt jeder selbst, zu welchen Arten und Themen er weiteres Wissen wünscht.

Das Budget für den Umbau der Ausstellung von ca. 80.000 Euro wurde finanziert vom Träger des Hauses,  der Stiftung Natur im Norden. Zuwendungen des  Bezirksamt Wandsbek sowie weitere Spenden ermöglichten den Bau weiterer Ausstellungselemente. Als langjähriger, verlässlicher Partner unterstützt die Behörde für Umwelt und Energie der Stadt Hamburg den laufenden Betrieb des Ausstellungshauses mit einem jährlichen, festen Betrag.

Im Laufe des Jahres gibt es immer wieder Neues im Haus der Wilden Weiden zu entdecken. Die Ausstellung über die Beweidung des Höltigbaum bekommt neue Aspekte und wird in Etappen über das gesamte Jahr umgebaut.
Ein erster Abschnitt ist nun, Mitte Juli 2016, geschafft! Neu sind die "Kinderkojen" mit kreativen Mal-Angeboten und Kuschelecken mit Hörspielen. Es folgen bis zum Ende des Jahres noch weitere Umbauabschnitte. Die Stiftung Natur im Norden versucht diese Phasen auf wenige Tage in der Woche zu begrenzen, damit die Besucherinnen und Besucher des Naturschutzgebiets das Haus weiterhin möglichst ungestört nutzen können.

Die umbaubedingten Schließungszeiten werden rechtzeitig auf der Internetseite des Haus der Wilden Weiden angekündigt.
Die Stiftung Natur im Norden finanziert die Ausstellung weitgehend aus eigenen Mitteln. Für einzelne Elemente, wie zum Beispiel ein Galloway-Präparat, fehlen leider noch Mittel. Hier ist die Stiftung dankbar für unterstützende Spenden.

Die Stiftung Natur im Norden hat pünktlich zum neuem Jahr ihr Veranstaltungsprogramm 2016 rund um das Haus der Wilden Weiden bei Hamburg herausgebracht. Passend zur Vielfalt der Natur in den Naturschutzgebieten Höltigbaum und Stellmoorer Tunneltal präsentiert sich das Jahresprogramm am Haus der Wilden Weiden mit einer bunten Mischung an Veranstaltungen für Groß und Klein.

Den farbenfrohen Blütenfrühling, die bezaubernde Kargheit der Trockenrasen und die knorrigen, alten Eichenkratt-Wälder können Besucher auch jederzeit auf eigene Faust entdecken. Das Programm bietet zusätzlich die Möglichkeit, den geheimnisvollen Rätseln der Natur unter kompetenter Führung auf die Spur zu kommen.

Neben Altbewährtem wie den zahlreichen Vogelführungen, den Ziegen-Trekkingtouren und Führungen auf die Weideflächen bietet das Programm eine Vielzahl an Veranstaltungen mit künstlerischem Aspekt, wie z. B.  Bastel- und Filzkurse und Freiluft-Malerei.

Von vielfältigen Angeboten für Kindergärten und Schulklassen bis zu Familienaktivitäten, Kindergeburtstagen und Praxisseminaren - wie immer ist für jeden etwas dabei. Im Haus der Wilden Weiden können Sie Ihren Ausflug dann bei einer Tasse Kaffee ausklingen lassen oder Sie erkunden an einem Regensonntag mit Kind und Kegel die interaktive Familienausstellung.

Das Programm ist ab sofort erhältlich im „Haus der Wilden Weiden“, Eichberg 63 in Hamburg Rahlstedt oder hier online einsehbar.

Einklang zwischen Naturschutz, Umweltbildung, Nutzung und Naturerlebnis 

Wofür steht das Umweltbildungszentrum „Haus der Wilden Weiden Höltigbaum“ und was sind Ziele und Visionen dieses Naturschutz- und Umweltbildungskonzeptes? In einem viertägigen Workshop erarbeitete das Team des Haus der Wilden Weiden, zusammen mit vielen anderen Akteuren unter der Leitung der Global Divison GmbH, zu diesem Thema ein neues Leitbild für das von der Stiftung Natur im Norden getragene Naturschutz- und Umweltbildungsprojekt am Höltigbaum. Das Leitbild soll unter anderem dazu beitragen Arbeitsabläufe durch eindeutige Zieldefinierung zu optimieren und ein klares Außenbild über die Arbeit des Haus der Wilden Weiden für Interessierte und Förderer zu vermitteln.

Am Dienstag, den 26.02.2014 wurde die Veröffentlichung des neuen Leitbilds mit allen Beteiligten im Haus der Wilden Weiden gefeiert. Die neue Leitbild-Broschüre, deren Fertigstellung die Firma Globetrotter Ausrüstung GmbH durch Übernahme der Druckkosten ermöglichte, liegt ab sofort im „Haus der Wilden Weiden“ aus.


Links:

Leitbild als PDF (1,5 MB)
Pressebericht im Stormarner Tageblatt