Die Stiftung Natur im Norden fördert und unterstützt auch die Umweltbildungsprojekte anderer Organisationen um die Begeisterung für die Natur und die Senisibilisierung für Ihren Schutz möglichst weit in die Breite zu tragen.









Aktuelles:

Wir glauben, dass ökologische Themen durch das Medium Film auf eine eindrucksvolle und eingängige Weise in die Breite getragen werden können. Daher fördert die Stiftung Natur im Norden jedes Jahr die "Beste Unabhängige Produktion" des internationalen Naturfilmfestivals GREEN SCREEN in Eckernförde mit einem Filmpreis und unterstützt es zusätzlich mit einer Förderung.

 

 

Aktuelles

Foto: M. Packschies

Kalt und mutig geht es in den beiden diesjährig prämierten Filmen der Preiskategorien „Beste unabhängige Produktion“ und Newcomer“ des GreenScreen Festivals zu.

Für die Preiskategorie „Beste unabhängige Produktion“ wählte die Jury den Film „24 Snega“, der Einblicke in einen scheinbar unendlich kalten Teil der Erde, den arktischen Teil Jakutiens, bietet. Der Film handelt vom täglichen Kampf des Lebens mit einem unwirtlichen Klima und Permafrost.
In der Preiskategorie „Newcomer“ hat es der Film „The Archipelago“ auf das Siegertreppchen geschafft. Inhalt des Filmes ist das Leben des Inselvolkes der Faröer, zu dessen Leben es gehört, jährlich Jagd auf Pilotwale zu machen. Der Film überlässt es den Zuschauern, sich ein Urteil über dieses Konflikthema zu bilden.

Die Stiftung Natur im Norden unterstützt das Filmfestival finanziell, damit Themen rund um die Natur und die Umwelt in die Breite getragen werden und die Öffentlichkeit erreichen.
Mit den Preisgeldern für die beiden genannten Kategorien möchte die Stiftung Natur im Norden Werke zu ökologische Themen auch abseits des Mainstreams von erfahrenen Regisseuren wie Neueinsteigern würdigen.


Gleich zwei Preisträgern durfte Thorsten Roos, Vorstandsmitglied der Stiftung Natur im Norden am Samstag, 17. September den Green Screen Filmpreis überreichen!

Zum ersten Mal förderte die Stiftung Natur im Norden den Preis für zwei Filmkategorien. „Wir möchten auch unter den Naturfilmen unserem Motto treu bleiben und die Vielfalt unterstützen“, begründete Thorsten Roos die Entscheidung des Vorstandes neben dem Preisgeld für die „Beste Unabhängige Produktion“ auch die Gewinner der neue Rubrik „Newcomer“ mit einer finanziellen Belohnung für Ihre Arbeit zu bedenken.

In diesem Jahr gewann der Film “Kangaroo Island - Life on the edge” von Samuel Chen den Preis für die Beste Unabhängige Produktion. Der Film  um die weitgehend vergessenen südaustralischen Känguruhinseln setzte sich gegen zwei ebenfalls nominierte Filme  über die Naturkulisse der Pyrenäen und der Seen Finnlands durch.

Aus der Filmkategorie “Newcomer” gingen Katja Becker und Jonathan Happ als glückliche Gewinner hervor. In ihrem Film „Legacy Warnings!“ geht es unter anderem um die Frage, welchen Weg Afrika zukünftig im Bereich Energieversorgung gehen wird. Wird es sich auf Atomenergie verlassen oder die nachhaltige Energiegewinnung vorziehen? In der Preiskategorie „Newcomer“ waren noch der Film „Grenzbock“ und „Het Noorderplantsoen“ nominiert.

Die Stiftung  Natur im Norden unterstützt das Green Screen Festival und die Filmemacher, da durch das Medium Film Sachinformationen aus dem Ökologiebereich vermittelt werden, die gleichzeitig eine berührende und manchmal auch aufrüttelnde Eigenschaft haben. Diese Filme tragen ökologisches Bewusstsein in die Öffentlichkeit. Zugleich ermöglichen die Preisgelder den Filmemachern sich auch abseits der gängigen Medienströmungen zu bewegen.

Foto: GreenScreen
Moritz Katz und Joshua Mayo erhielten den Preis
für die "Beste unabhängige Produktion" für ihren
Siegerfilm "The wild Wet". Bildquelle: Green Screen

Spannend war es auch in diesem Jahr wieder, als am Sonnabend, 12. September,  im Rahmen des Naturfilmfestivals „GreenScreen“ die besten Produktionen ausgezeichnet wurden.  Der Siegerfilm des diesjährigen Wettbewerbes heißt "The wild Wet"! Der Film von Moritz Katz und Joshua Mayo beleuchtet das Leben im Urwald in Australiens Norden, wo Tiere und Pflanzen mit einer gehörigen Portion Einfallsreichtum aufwarten müssen, um im grünen Dickicht zu bestehen.Wie in den Vorjahren unterstützte die Stiftung Natur im Norden das Filmfestival mit 12.000 Euro. 5.000 Euro davon gingen an die „Beste unabhängige Produktion“.

Weiterhin für den Preis nominiert, waren Uli Pförtners und Stefan Austermühles Beitrag „Peru’s Blood Red Ocean – The secret oft he Dolphin Killer“, der über die illegale Jagd auf Delfine als Köder für den Haifischfand berichtete. Außerdem ging der Film „Baobabs between land and sea“ von Cyrille Cornu ins Rennen um den begehrten Filmpreis. Der Franzose hat seinen Film  den außergewöhnlichen Bäumen den Erde, den Baobabs, gewidmet, die in Madagaskar von Abholzung bedroht sind. So ermöglichten die drei Nominierungen in der Kategorie „Beste unabhängige Produktion“ auch in diesem Jahr einen Einblick in unbekannteres Terrain und (politische) Problemlagen des Naturschutzes.

Das Preisgeld soll freie Filmschaffende anspornen, sich auch Inhalten zu widmen, die abseits des „Mainstreams“ im Naturfilm liegen. Denn Naturfilme sind nicht nur schön anzusehen, farbenprächtig und atemberaubend – sie vermitteln auch wichtige Botschaften, die Dank des Mediums „Film“ einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können.

Uwe Dierking, Vorstandsmitglied der Stiftung Natur im Norden, überreichte den glücklichen Gewinnern des Siegerfilmes "The wild Wet" den Preis im Rahmen der Verleihung in Eckernförde.

Vorstandsmitglied Uwe Dierking überreichte den Preis.

„Spirit Creatures“ lautet der geheimnisvolle Name des diesjährigen Siegerfilms von Regisseur Keith Begg in der Kategorie  „Beste (sender-) unabhängige Produktion“.
Den mit rund 5000 Euro dotierten Preis der Stiftung Natur im Norden (NaNo) überreichte Uwe Dierking, Vorstandsmitglied der NaNo, im Rahmen des internationalen Naturfilmfestivals Green Screen in Eckernförde.

Der prämierte Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in den Niassa Nationalpark von Mosambik und gibt Einblicke in die Verflechtung der Kultur der einheimischen Bevölkerung mit den dort lebenden Wildtieren. Der Niassa Nationalpark gilt als eine der letzten Perlen der Wildnis Afrikas.

Um freie Filmschaffende bei ihrer Arbeit zu unterstützen und Ansporn zu geben, alternative Inhalte abseits populärer Strömungen im Naturfilm zu thematisieren, zeichnet die Stiftung Natur im Norden die „Beste Unabhängige Produktion“ jedes Jahr mit einem Förderpreis über 5.000 Euro aus. Ausgezeichnet wird damit die beste selbst finanzierte und unabhängig von redaktioneller Einflussnahme eines Fernsehsenders oder eines anderen Auftraggebers produzierte Dokumentation.

Das Green Screen Naturfilmfestival begeistert Jahr für Jahr mehr Menschen über das Medium Film für  die Natur und den Erhalt ihrer Vielfalt.

In der Gemeinde Eggebek entsteht ein neues Bildungshaus, das noch mehr Umweltbildung, Klimaschutz und Kooperation in die Region bringt.

 

Aktuelles

Die Bauarbeiten für das neue Bildungshaus auf dem Gelände des ehemaligen Tanklagers Tüdal bei Eggebek, nehmen Gestalt an.

Der Rohbau steht bereits. Schon im Winter 2017 soll das Haus fertiggestellt sein und eingeweiht werden. Auch das Außengelände wird bereits gestaltet und soll heimischen Wildblumen und vierbeinigen Landschaftspflegern ihren Platz zukommen lassen. Nach Fertigstellung wird das Bildungshaus als außerschulischer Lernort für Umweltbildung sowie Ausflugsziel für Naturinteressierte offen stehen.

v.l.n.r.: Bürgermeister Willy Toft, stellvertretender Landrat
Walter Behrens, Architekt Joachim Hansen, Projektleiter
Lars Fischer (Amt Eggebek) und Dr. Walter Hemmerling
(Vorstandsmitglied der Stiftung Natur im Norden) legen
die Zeitkapsel in das Mauerwerk des Bildungshauses.
Die Zeitkapsel wird eingemauert.

Ein echtes Leuchtturmprojekt ist der Bau des neuen „Bildungshauses Treenelandschaft“ in der Region Eggebek. Für die Stärkung der Umweltbildung, des Klimaschutzes sowie der Vermarktung regionaler Produkte wurde am 4. Mai 2017 der Grundstein für ein neues Haus gelegt. Das neue Gebäude soll unter anderem Schulen als externen Lernort mit direkter Anknüpfung an die Natur dienen. Bauherrin ist die Gemeinde Eggebek. Die Stiftung Natur im Norden fördert das Projekt mit 250 000 Euro aus dem Hildrun und Ruprecht Müller Fonds.

Das neue Bildungshaus wird auf dem einst durch die Bundeswehr genutztem Tanklager im Stapelholmer Weg, 24852 Eggebek errichtet. Das Gelände befindet sich seit November 2015 im Eigentum der Stiftung Natur im Norden. Eine Förderung des Kreises Schleswig-Flensburg hat den Kauf des Geländes ermöglicht. Der Kreis begleitet auch die dortigen Naturschutzmaßnahmen.

Für den Bau des Bildungshauses im Eingangsbereich des Gebietes wurden alte Bundeswehrgebäude abgetragen und der Boden von Rückständen der einstigen Nutzung befreit.

Zukünftig sollen im Haus neben der Umweltbildung auch landwirtschaftliche Beratungsstellen, Klimaberatung und die Arche Gärtnerei der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein ihren Platz finden. Die Arche Gärtnerei produziert im Rahmen des Projektes „BlütenMeer2020“ seltene, einheimische Wildpflanzen, mit denen Wiesen in Schleswig-Holstein wieder bunter werden.

Zur Grundsteinlegung brachten Bürgermeister Willy Toft, stellvertretender Landrat Walter Behrens, Architekt Joachim Hansen und Dr. Walter Hemmerling, Vorstandsmitglied der Stiftung Natur im Norden, eine „Zeitkapsel“ in das Mauerwerk des Bildungshauses ein. Sie enthält stille Zeitzeugen wie eine Zeitung des Tages der Grundsteinlegung und einige Gedenkmünzen des Bürgermeisters.

Dr. Walter Hemmerling richtete in seinem Grußwort noch einmal den Dank an die bereits verstorbenen Stifter Hildrun und Ruprecht Müller, die den Bau dieses Hauses durch ihre Erbschaft ermöglicht haben. In ihrem Sinne sollen zukünftig Kinder, Jugendliche und Erwachsene Umweltbildungsangeboten in der Region Eggebek erhalten.

Rotrandbär. Foto: Dr. Detlef Kolligs
Raupe des Pudels. Foto: Dr. Detlef Kolligs

Die Welt der Nachtfalter besteht nicht nur aus grauen und unscheinbaren Motten, sie beherbert so manche Kuriosität und Schönheit. Die von der Stiftung Natur im Norden geförderte Fotoausstellung „Heimische Nachtfalter – graue Motten oder unbekannte Schönheiten?“ von Dr. Detlef Kolligs lädt im Februar zu einer kleinen Entdeckungsreise in Bildern ein.

Weltweit sind mehr als 300.000 Arten von Schmetterlingen bekannt und allein in Schleswig-Holstein sind über 2.000 Arten heimisch. Dabei zählen zu den Schmetterlingen nicht nur die bekannten Tagfalter sondern auch die Nachtfalter und Kleinschmetterlinge, welche umgangssprachlich oft als Motten bezeichnet werden.

Diese sind aufgrund ihrer meist verborgenen und nächtlichen Lebensweise nur wenigen Menschen bekannt, obwohl die überwiegende Mehrzahl (95%) der heimischen Schmetterlingsfauna zu ihnen zählt. Zudem gelten Nachtfalter meist als grau und unscheinbar.
Dass dies nicht der Wahrheit entspricht, zeigen die rund 40 wunderschönen und ästhetischen Fotos von Dr. Detlef Kolligs. Seine Bilder zeigen u.a. die Vielfältigkeit und die beeindruckende Anpassungsfähigkeit der Schmetterlinge. Die Ausstellung lädt ein über den verborgenen, unglaublichen Reichtum an Formen, Farben, Linien und Mustern sowohl bei den Entwicklungsstadien, den Raupen, als auch den heimischen Nachtfaltern zu staunen.

Die Ausstellung ist vom 1. bis zum 29. Februar 2016 im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Flintbek, zu besichtigen. Von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Foto: Tanja Peters

Jetzt werden die Ultraschallgesänge der nächtlichen Kobolde auch für Menschenohren hörbar! Damit noch mehr Interessierte den Rufen der Fledermäuse auf den Exkursionen des Umweltvereins Selk und Umgebung lauschen können, hat die Stiftung Natur im Norden dem Verein zwei Fledermaus-Detektoren finanziert, die bereits fleißig im Einsatz sind.

Sobald die Dämmerung einsetzt, jagen die Fledermäuse beinahe lautlos durch die abendliche Luft um Insekten mit Hilfe von Echoortung zu fangen. Das weitestgehend von uns Menschen unbemerkte Treiben der kleinen bepelzten Flügelträger fasziniert sowohl Groß als auch Klein, wenn die  für unser Ohr nicht wahrnehmbaren Ultraschalllaute der Fledermäuse durch den Einsatz spezieller Detektoren hörbar werden. Jede Art verrät sich dabei durch die Eigenheiten ihres Rufes.

Der seit 2012 existierende Umweltverein Selk und Umgebung e.V. bietet  in regelmäßigen Abständen Fledermausexkursionen für Kinder an. Jüngst erlebten die Selker Grundschulkinder auf diese Weise live Abendsegler, Breitflügel-, Mücken- und Zwergfledermäuse und sogar eine Rauhautfledermaus. Mit Stirnlampen und insgesamt acht Detektoren ausgerüstet, ging es auf eine Haddebyer Wiese, wo die Kinder die Fledermäuse ganz besonders gut beobachten und hören konnten.

Aber nicht nur die Kinder waren von dem abendlichen Fledermaus-Spektakel über ihren Köpfen begeistert. Auch die Eltern haben sich über den Ausflug zu den fliegenden Nachtjägern gefreut.

Foto aus dem Wanderführer

Die Natur des Nordens mit all ihren Schönheiten lässt sich am besten auf einer Wanderung erkunden. An Deutschlands nördlichster Grenze zu Dänemark erstreckt sich ein ca. 70 Kilometer langer Wanderweg – der „Fördesteig“. Die Stiftung Natur im Norden hat, zusammen mit anderen Förderern, den Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) mit einer Förderung darin unterstützt, einen naturkundlichen Wanderführer zu erstellen. Der Wanderführer zeigt nicht nur Abschnitte der Wanderroute auf Karten auf, sondern liefert auch wertvolle Informationen zur Entstehungsgeschichte und den naturkundlichen Besonderheiten der Region.

So können Einheimische, Urlauber und Tagesgäste leicht eine Wanderung durch die wunderschöne Landschaft der Flensburger Förde-Region planen und lernen ganz nebenbei nicht nur die Natur, sondern auch ein Stück deutsch-dänische Kulturgeschichte kennen.

Hier können Sie sich den Wanderführer (pdf) ansehen.

Die Stifterin Hildrun Müller hatte den Wunsch, dass mit ihrem Erbe die Umweltbildung in Schleswig-Holstein und in Brandenburg gefördert wird. Da die Stiftung Natur mi Norden bereits in Schleswig-Holstein Umweltbildung betreibt, war es ein Glücksfall, dass sie ausgerechnet aus der ehemaligen Heimatregion der Stifterin die Bitte erhielt, eine neu entstehenden Umweltagentur in Brandenburg finanziell zu unterstützen.
Die Kyritzer Umweltagentur hat zum Ziel ein breites reginales Netzwerk aus Kooperationen im Bereich der Umweltbildung aufbauen sowie eigene Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche anzubieten.

Aktuelles

Leuchtende Kinderaugen, konzentrierte Jugendliche bei der Arbeit und Bildungsprogramme für alle Altersstufen – die Arbeit der Kyritzer Umweltagentur ist sehr vielseitig. Zusammen hat das kleine Team aus zwei Teilzeitkräften und einigen Freiwilligen viel auf die Beine gestellt. Auch die Jugendlichen und Kinder selbst, tragen zur Gestaltung ihrer Erlebnisfläche bei.
In den drei Bungalows des ehemaligen Ferienlagers entstanden im vergangenen Jahr ein Informationsbüro, eine Umweltwerkstatt, ein kleines Umweltlabor sowie eine Nachhaltigkeitsbibliothek. Auf dem Gelände laden Lehrpfad, Gewächshaus, Kräuterspirale und Co. zur Erkundung ein.

Seit Einrichtung des Geländes wächst dessen Vielfalt beständig. Dabei helfen auch Schüler und Jugendliche, die sonst eher ein schwieriges Verhältnis zur Schule haben. Neben den festen Gruppen, die die Umweltbildungsangebote der Kyritzer Umweltagentur wahrnehmen, gibt es  Thementage und Themenwochen, die sich mit gezielten Inhalten des Natur- und Umweltschutzes befassen.

Für das neue Jahr stehen schon zahlreiche Veranstaltungen an und auch das Projektgelände verlangt wieder Aufmerksamkeit: der marode Zaun braucht einen stabileren Nachfolger und die Bungalows benötigen einen Anstrich.

In Planung ist außerdem ein barrierefreies Baumhausdorf zur Naturbeobachtung.
Die Stiftung Natur im Norden unterstützt das Engagement der Kyritzer Umweltagentur, indem sie die Projektleitung fördert.

Direkt am Wald des brandenburgischen Obersees liegt das neu gestaltete Gelände der Umweltagentur Kyritz. Projektleiter Stephan Lehmann arbeitete seit dem Frühjahr zusammen mit seinem Team und der Hilfe von Jugendlichen an der Herrichtung des Geländes.

Seit April kommen nun regelmäßig Klassen, Kindergruppen und Jugendliche auf das Gelände um hier vor Ort Umweltbildung zu erleben. Über 20 Schautafeln vermitteln Informationen zu Umwelt und Natur, aber auch zur Ernährung.

Eine Kräuterspirale, Gemüsebeete, ein Gewächshaus, mehrere Tipi-Zelte, ein Forschungslabor und eine Bibliothek sowie einige weitere Entdeckungsmöglichkeiten laden dazu ein Naturthemen zu „be-greifen“. Neben der Umweltbildung für Kinder- und Jugendliche sollen zukünftig auch Teambildungsangebote für Erwachsene auf dem Gelände angeboten werden.

Zur offiziellen Einweihung der Bildungslandschaft, besuchten unter anderem auch die Vorstandsvorsitzende der Stiftung Natur im Norden, Dr. Barbara Wilhelmy und die  Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke die Umweltagentur und zeigte sich begeistert von der dort geleisteten Arbeit.

Eifrig schreiten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stattwerke e.V. , Träger der Umweltagentur Kyritz, mit den Vorbereitungen für das neue Jahr  voran. Im Februar 2015 wurde die neue Umweltagentur in Brandenburg aus der Taufe gehoben. Mittels Fragebögen an Unternehmen, Institutionen und Träger, fanden sie heraus, dass 80 Prozent der Befragten Kooperationsbereitschaft im Punkt Bildung für Nachhaltige Entwicklung in der Region zeigen. Im Februar 2016 treffen sich daraufhin die unterschiedlichsten Player aus der Region zu einer großen Vernetzungsveranstaltung der Umweltagentur.

Parallel entstand ein Konzept für ein Schulprojekt an der Carl-Diercke Oberschule in Kyritz zum Thema Energie und Klima. Umweltbildung geschieht besonders eingängig draußen in der Natur – daher verwandelt sich das Feriengelände am Obersee derzeit in ein kleines Entdeckerland für junge Naturforscher. Ein Zeltdorf ist geplant und die erste Lerntafel steht bereits. Auch ein Waldgarten befindet sich in der Entstehung. Das wechselreiche Leben der heimischen Schmetterlinge können kleine und große Naturforscher dann mit Beginn der warmen Saison hautnah im geländeeigenen Gewächshaus verfolgen.

Wir sind gespannt, was der Sommer bringt. Es geht voran mit der Umweltbildung in der Umweltagentur Kyritz!

Die Stiftung Natur im Norden sorgt nun auch im brandenburgischen Kyritz für Umweltbildung!

Sie förderte die Errichtung eines neuen Umweltbildungszentrums, das zur Aufgabe hat, Kindern auf spielerische Weise die Werte der Natur näher zu bringen. Die so gegründete „Kyritzer Umweltagentur“ feierte im Februar 2015 Ihre Eröffnung.

 
Was genau ist die Kyritzer Umweltagentur und worum geht es in dem Projekt?

Mit der Errichtung der Kyritzer Umweltagentur entsteht eine Koordinierungsstelle für  Umweltbildungsmaßnahmen verschiedener Anbieter. Die Agentur wird zur Vernetzung von Institutionen und Verbände des Landkreises beitragen und auch selbst eigene Umweltbildungsmaßnahmen anbieten.

Insbesondere Vor- und Grundschulkinder sollen in den Angeboten der Umweltagentur spielerisch zu den Themen rund um Natur und Umwelt finden – sie werden durch die vielen schönen Erlebnisse hoffentlich zu einer nachhaltig orientierten Generation heran wachsen, die die Natur lieben und schätzen gelernt hat.


Die Umweltbildung ist für die Stiftung Natur im Norden ein wichtiger Schlüssel für die Umsetzung dieser Ziele, denn nur was man kennt und versteht kann man auch schützen. Wenn die Kleinsten in der Gesellschaft, die Kinder und die Jugendlichen, früh mit den Wundern und Eigenheiten der Natur in Kontakt kommen, dann bleibt hiervon oft ein Leben lang ein positives und nachhaltiges Naturverständnis erhalten. Dies kann nicht zuletzt die Basis für ein späteres Engagement im Natur- und Umweltschutz sein, sei es ehrenamtlich oder hauptamtlich.

Entwicklerin und Trägerin des Projektes ist die gemeinnützige Bildungs- und Beratungseinrichtung STATTwerke e.V.. Die Stiftung Natur im Norden unterstützt das Projekt mit einer Förderung.

 

Wieso engagiert sich die Stiftung in Kyritz?

Im Jahr 2011, noch in der Gründungsphase der Stiftung Natur im Norden, traten die Geschwister Hildrun und Ruprecht Müller an den Vorstand heran. Sie suchten nach einer Möglichkeit mit dem Geld, das sie sich im Lauf ihres Lebens erarbeitet hatten, Gutes zu tun. Ihr Wunsch war es, jungen Menschen, eine beruflichen Aus- oder Weiterbildung bzw. ein Studium im Bereich des Naturschutzes zu ermöglichen oder Projekte im Bereich der Umweltbildung oder Umweltpädagogik zu fördern. Und das sowohl in ihrer heutigen Heimat Schleswig-Holstein als auch in Brandenburg, insbesondere in ihrem Geburtsort Kyritz. So gründeten sie den Hildrun und Ruprecht Müller Fonds innerhalb der Stiftung Natur im Norden, der es uns heute ermöglicht die Umweltagentur Kyritz zu fördern.

Mit der Unterstützung der Kyritzer Umweltagentur möchte die Stiftung Natur im Norden dazu beitragen, dass eine breite Palette von Umweltbildungsangeboten entwickelt werden kann, die das Leben in Kyritz für alle Altersgruppen bereichern wird.

Wir glauben, dass ökologische Themen durch das Medium Film auf eine eindrucksvolle und eingängige Weise in die Breite getragen werden können. Daher fördert die Stiftung Natur im Norden jedes Jahr die "Beste Unabhängige Produktion" des internationalen Naturfilmfestivals GREEN SCREEN in Eckernförde mit einem Filmpreis und unterstützt es zusätzlich mit einer Förderung.

 

 

Aktuelles

Gleich zwei Preisträgern durfte Thorsten Roos, Vorstandsmitglied der Stiftung Natur im Norden am Samstag, 17. September den Green Screen Filmpreis überreichen!

Zum ersten Mal förderte die Stiftung Natur im Norden den Preis für zwei Filmkategorien. „Wir möchten auch unter den Naturfilmen unserem Motto treu bleiben und die Vielfalt unterstützen“, begründete Thorsten Roos die Entscheidung des Vorstandes neben dem Preisgeld für die „Beste Unabhängige Produktion“ auch die Gewinner der neue Rubrik „Newcomer“ mit einer finanziellen Belohnung für Ihre Arbeit zu bedenken.

In diesem Jahr gewann der Film “Kangaroo Island - Life on the edge” von Samuel Chen den Preis für die Beste Unabhängige Produktion. Der Film  um die weitgehend vergessenen südaustralischen Känguruhinseln setzte sich gegen zwei ebenfalls nominierte Filme  über die Naturkulisse der Pyrenäen und der Seen Finnlands durch.

Aus der Filmkategorie “Newcomer” gingen Katja Becker und Jonathan Happ als glückliche Gewinner hervor. In ihrem Film „Legacy Warnings!“ geht es unter anderem um die Frage, welchen Weg Afrika zukünftig im Bereich Energieversorgung gehen wird. Wird es sich auf Atomenergie verlassen oder die nachhaltige Energiegewinnung vorziehen? In der Preiskategorie „Newcomer“ waren noch der Film „Grenzbock“ und „Het Noorderplantsoen“ nominiert.

Die Stiftung  Natur im Norden unterstützt das Green Screen Festival und die Filmemacher, da durch das Medium Film Sachinformationen aus dem Ökologiebereich vermittelt werden, die gleichzeitig eine berührende und manchmal auch aufrüttelnde Eigenschaft haben. Diese Filme tragen ökologisches Bewusstsein in die Öffentlichkeit. Zugleich ermöglichen die Preisgelder den Filmemachern sich auch abseits der gängigen Medienströmungen zu bewegen.

Foto: GreenScreen
Moritz Katz und Joshua Mayo erhielten den Preis
für die "Beste unabhängige Produktion" für ihren
Siegerfilm "The wild Wet". Bildquelle: Green Screen

Spannend war es auch in diesem Jahr wieder, als am Sonnabend, 12. September,  im Rahmen des Naturfilmfestivals „GreenScreen“ die besten Produktionen ausgezeichnet wurden.  Der Siegerfilm des diesjährigen Wettbewerbes heißt "The wild Wet"! Der Film von Moritz Katz und Joshua Mayo beleuchtet das Leben im Urwald in Australiens Norden, wo Tiere und Pflanzen mit einer gehörigen Portion Einfallsreichtum aufwarten müssen, um im grünen Dickicht zu bestehen.Wie in den Vorjahren unterstützte die Stiftung Natur im Norden das Filmfestival mit 12.000 Euro. 5.000 Euro davon gingen an die „Beste unabhängige Produktion“.

Weiterhin für den Preis nominiert, waren Uli Pförtners und Stefan Austermühles Beitrag „Peru’s Blood Red Ocean – The secret oft he Dolphin Killer“, der über die illegale Jagd auf Delfine als Köder für den Haifischfand berichtete. Außerdem ging der Film „Baobabs between land and sea“ von Cyrille Cornu ins Rennen um den begehrten Filmpreis. Der Franzose hat seinen Film  den außergewöhnlichen Bäumen den Erde, den Baobabs, gewidmet, die in Madagaskar von Abholzung bedroht sind. So ermöglichten die drei Nominierungen in der Kategorie „Beste unabhängige Produktion“ auch in diesem Jahr einen Einblick in unbekannteres Terrain und (politische) Problemlagen des Naturschutzes.

Das Preisgeld soll freie Filmschaffende anspornen, sich auch Inhalten zu widmen, die abseits des „Mainstreams“ im Naturfilm liegen. Denn Naturfilme sind nicht nur schön anzusehen, farbenprächtig und atemberaubend – sie vermitteln auch wichtige Botschaften, die Dank des Mediums „Film“ einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden können.

Uwe Dierking, Vorstandsmitglied der Stiftung Natur im Norden, überreichte den glücklichen Gewinnern des Siegerfilmes "The wild Wet" den Preis im Rahmen der Verleihung in Eckernförde.

Vorstandsmitglied Uwe Dierking überreichte den Preis.

„Spirit Creatures“ lautet der geheimnisvolle Name des diesjährigen Siegerfilms von Regisseur Keith Begg in der Kategorie  „Beste (sender-) unabhängige Produktion“.
Den mit rund 5000 Euro dotierten Preis der Stiftung Natur im Norden (NaNo) überreichte Uwe Dierking, Vorstandsmitglied der NaNo, im Rahmen des internationalen Naturfilmfestivals Green Screen in Eckernförde.

Der prämierte Film nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise in den Niassa Nationalpark von Mosambik und gibt Einblicke in die Verflechtung der Kultur der einheimischen Bevölkerung mit den dort lebenden Wildtieren. Der Niassa Nationalpark gilt als eine der letzten Perlen der Wildnis Afrikas.

Um freie Filmschaffende bei ihrer Arbeit zu unterstützen und Ansporn zu geben, alternative Inhalte abseits populärer Strömungen im Naturfilm zu thematisieren, zeichnet die Stiftung Natur im Norden die „Beste Unabhängige Produktion“ jedes Jahr mit einem Förderpreis über 5.000 Euro aus. Ausgezeichnet wird damit die beste selbst finanzierte und unabhängig von redaktioneller Einflussnahme eines Fernsehsenders oder eines anderen Auftraggebers produzierte Dokumentation.

Das Green Screen Naturfilmfestival begeistert Jahr für Jahr mehr Menschen über das Medium Film für  die Natur und den Erhalt ihrer Vielfalt.

Rotrandbär. Foto: Dr. Detlef Kolligs
Raupe des Pudels. Foto: Dr. Detlef Kolligs

Die Welt der Nachtfalter besteht nicht nur aus grauen und unscheinbaren Motten, sie beherbert so manche Kuriosität und Schönheit. Die von der Stiftung Natur im Norden geförderte Fotoausstellung „Heimische Nachtfalter – graue Motten oder unbekannte Schönheiten?“ von Dr. Detlef Kolligs lädt im Februar zu einer kleinen Entdeckungsreise in Bildern ein.

Weltweit sind mehr als 300.000 Arten von Schmetterlingen bekannt und allein in Schleswig-Holstein sind über 2.000 Arten heimisch. Dabei zählen zu den Schmetterlingen nicht nur die bekannten Tagfalter sondern auch die Nachtfalter und Kleinschmetterlinge, welche umgangssprachlich oft als Motten bezeichnet werden.

Diese sind aufgrund ihrer meist verborgenen und nächtlichen Lebensweise nur wenigen Menschen bekannt, obwohl die überwiegende Mehrzahl (95%) der heimischen Schmetterlingsfauna zu ihnen zählt. Zudem gelten Nachtfalter meist als grau und unscheinbar.
Dass dies nicht der Wahrheit entspricht, zeigen die rund 40 wunderschönen und ästhetischen Fotos von Dr. Detlef Kolligs. Seine Bilder zeigen u.a. die Vielfältigkeit und die beeindruckende Anpassungsfähigkeit der Schmetterlinge. Die Ausstellung lädt ein über den verborgenen, unglaublichen Reichtum an Formen, Farben, Linien und Mustern sowohl bei den Entwicklungsstadien, den Raupen, als auch den heimischen Nachtfaltern zu staunen.

Die Ausstellung ist vom 1. bis zum 29. Februar 2016 im Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in Flintbek, zu besichtigen. Von Montag bis Freitag von 8.00 bis 18.00 Uhr, der Eintritt ist frei.

Foto: Tanja Peters

Jetzt werden die Ultraschallgesänge der nächtlichen Kobolde auch für Menschenohren hörbar! Damit noch mehr Interessierte den Rufen der Fledermäuse auf den Exkursionen des Umweltvereins Selk und Umgebung lauschen können, hat die Stiftung Natur im Norden dem Verein zwei Fledermaus-Detektoren finanziert, die bereits fleißig im Einsatz sind.

Sobald die Dämmerung einsetzt, jagen die Fledermäuse beinahe lautlos durch die abendliche Luft um Insekten mit Hilfe von Echoortung zu fangen. Das weitestgehend von uns Menschen unbemerkte Treiben der kleinen bepelzten Flügelträger fasziniert sowohl Groß als auch Klein, wenn die  für unser Ohr nicht wahrnehmbaren Ultraschalllaute der Fledermäuse durch den Einsatz spezieller Detektoren hörbar werden. Jede Art verrät sich dabei durch die Eigenheiten ihres Rufes.

Der seit 2012 existierende Umweltverein Selk und Umgebung e.V. bietet  in regelmäßigen Abständen Fledermausexkursionen für Kinder an. Jüngst erlebten die Selker Grundschulkinder auf diese Weise live Abendsegler, Breitflügel-, Mücken- und Zwergfledermäuse und sogar eine Rauhautfledermaus. Mit Stirnlampen und insgesamt acht Detektoren ausgerüstet, ging es auf eine Haddebyer Wiese, wo die Kinder die Fledermäuse ganz besonders gut beobachten und hören konnten.

Aber nicht nur die Kinder waren von dem abendlichen Fledermaus-Spektakel über ihren Köpfen begeistert. Auch die Eltern haben sich über den Ausflug zu den fliegenden Nachtjägern gefreut.

Foto aus dem Wanderführer

Die Natur des Nordens mit all ihren Schönheiten lässt sich am besten auf einer Wanderung erkunden. An Deutschlands nördlichster Grenze zu Dänemark erstreckt sich ein ca. 70 Kilometer langer Wanderweg – der „Fördesteig“. Die Stiftung Natur im Norden hat, zusammen mit anderen Förderern, den Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) mit einer Förderung darin unterstützt, einen naturkundlichen Wanderführer zu erstellen. Der Wanderführer zeigt nicht nur Abschnitte der Wanderroute auf Karten auf, sondern liefert auch wertvolle Informationen zur Entstehungsgeschichte und den naturkundlichen Besonderheiten der Region.

So können Einheimische, Urlauber und Tagesgäste leicht eine Wanderung durch die wunderschöne Landschaft der Flensburger Förde-Region planen und lernen ganz nebenbei nicht nur die Natur, sondern auch ein Stück deutsch-dänische Kulturgeschichte kennen.

Hier können Sie sich den Wanderführer (pdf) ansehen.